Stromspeicher

Voller Energie: Intelligente Speicher­systeme

Wenn man heute über die Anschaffung einer Photovoltaikanlage nachdenkt, ist es sehr wahrscheinlich, dass man zu dem Schluss kommt, dass ein Stromspeicher ihren Nutzen deutlich steigert.

Dies liegt vor allem an der zeitlichen Differenz zwischen der Stromproduktion und dem Stromverbrauch, der im Schaubild beispielhaft dargestellt ist.

Solange die Photovoltaikanlage ausreichend Strom produziert, kann dieser im Haushalt genutzt werden. Je nach Ausrichtung der Anlage ist dies rund um die Mittagszeit möglich. In dieser Zeit produziert die Anlage oft deutlich mehr, als im Haushalt verbraucht wird. Wird in dieser Zeit der Strom ins Netz für 12,31 ct (Stand Juni 2016) eingespeist, muss abends und nachts, sobald die PV-Anlage keinen mehr Strom produziert, Strom aus dem Netz für ca. 30ct bezogen werden.

Ein Speicher sorgt dafür, dass auch nachts der selbst produzierte Strom genutzt werden kann.

Die intelligente Steuerung sorgt dafür, dass bei einer Überproduktion zuerst der Speicher geladen wird und erst bei vollem Ladestand der überschüssige Strom ins Netz eingespeist wird. Umgekehrt wird zunächst die Batterie entladen, bevor Strom aus dem Netz bezogen wird. 

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Falls Sie sich noch umfassender zu Solarstrom Speichern informieren möchten, können Sie sich hier unseren Speicherleitfaden herunterladen.

Lebensdauer und Zyklenzahl

Die Lebensdauer einer Batteriezelle hängt von Anzahl der Zyklen (vollständige Be- und Entladungen) ab, die sie pro Jahr durchläuft. Als Richtwert werden für einen passend dimensionierten Speicher ca. 250 Zyklen/Jahr angenommen. Die Hersteller geben Zyklenzahlen zwischen 2.500-3.200 Zyklen für Bleibatterien und 4.500-8.000 Zyklen für Lithiumbatterien an.

In Privathaushalten haben sich Batterien mit Lithium-Technologie durchgesetzt. Durch ihre längere Lebensdauer rechnet sich der höhere Anschaffungspreis. Von den Herstellern werden Garantien von bis zu 10 Jahren gegeben und die Lebensdauer mit 20+ Jahren beziffert.

Entladetiefe und Nutzkapazität

Zum Schutz der Batterie wird eine Batterie nie vollständig entladen. Somit weicht die Nutzkapazität einer Batterie von der vom Hersteller angegebenen Nennkapazität ab, was bei der Auslegung des richtigen Batteriespeichers beachtet werden muss.

Bleibatterien werden nur bis zu 50% entladen, Lithiumbatterien bis zu 90%.

Manche Hersteller bieten auch eine Notstromfunktion an. Wählt man diese, kann die Batterie-Reserve weiter vergrößert werden. Diese zusätzliche Kapazität kann im Falle eines Stromausfalls zur Stromversorgung genutzt werden.